Sport, egal ob aktiv betrieben oder passiv konsumiert, sollte in erster Linie Spaß machen. Ich denke, da sind wir uns alle einig. Wer beispielsweise im Stadion ein Fußballspiel besucht, will ein paar schöne Stunden erleben und den Sorgen des Alltags entfliehen. Doch leider gibt es immer wieder Menschen, die etwas dagegen haben. Am vergangenen Samstag ließen Anhänger von Borussia Dortmund - Fans wäre für diese Subjekte gewiss das falsche Wort - ihrem Hass gegen die gegnerische Mannschaft von RB Leipzig zunächst im Stadion in Form von teils menschenverachtenden Sprüchen auf Transparenten freien Lauf, anschließend kam es zu gewalttätigen Angriffen, bei denen auch auf Kinder keine Rücksicht genommen wurde. 

Während Gewalt im Profifußball leider nichts Neues ist, wird sie in den letzten Jahren auch auf Sportplätzen der Amateurvereine immer mehr zum Problem. Immer wieder liest man von verbalem oder tätlichem Angriffen auf Spieler oder Schiedsrichter, auch bei Spielen von Jugendmannschaften.

Doch ist das nur ein Problem des Sports? Anscheinend nicht, denn auch in anderen Bereichen registriert man eine Verrohung unserer Gesellschaft. Ob Feuerwehrleute, Rettungskräfte, Busfahrer oder Bahnschaffner: Immer öfter werden auch solche Menschen in Ausübung ihres Dienstes an der Allgemeinheit beleidigt oder angegriffen.

Woran mag es liegen, dass bei einigen die Hemmschwelle so weit gesunken ist? Unserer Meinung nach hat das Diskussionsklima in Netzwerken wie Facebook (das Wort sozial benutzen wir in diesem Zusammenhang absichtlich nicht) etwas damit zu tun. Wer dort Hass und Verachtung offen artikulieren kann und dafür sogar noch Zustimmung erhält, glaubt vielleicht irgendwann, er sei tatsächlich im Recht und könne sich auch im wahren Leben derart rücksichtslos anderen gegenüber benehmen. Dagegen helfen kann Zivilcourage - gerade auch online. Wenn die Masse der vielen anständigen Menschen bei Pöbeleien oder Hassbeiträgen nicht einfach schweigt und weiterklickt, sondern widerspricht und sagt „So nicht!“, merken diese digitalen Krawallmacher vielleicht, dass sie keine Mehrheit repräsentieren. Geben wir der Menschlichkeit eine Stimme!

Viele Grüße von

Andrea und Dietmar Klee

und dem Team aus der Redaktion

 

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